Prüfungswissen 3. September 2026 · 11 Min. Lesezeit

Pädagogische Konzepte in der Kita: der Überblick

Von Fröbel bis zum Situationsansatz: die wichtigsten pädagogischen Konzepte, ihre Unterschiede und wie du sie in der Prüfung sicher vergleichst.

Von Tom Frischmuth Stand: September 2026, wird jährlich geprüft
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Lenas erste Woche in der neuen Praxisstelle: kein Morgenkreis, keine Gruppenräume, das Material steht offen in den Regalen. Wir arbeiten eben offen, sagt ihre Anleiterin im Vorbeigehen. In Lenas alter Kita hatte jedes Kind seinen Platz am Gruppentisch, und beides hieß Kita. Was ist hier anders, und vor allem: warum? Ein pädagogisches Konzept ist keine Methodensammlung, sondern ein Gedankengebäude. Es beginnt bei einem Bild vom Kind, und daraus folgt alles Weitere: was die Fachkraft tut, wie der Tag gegliedert ist, welches Material bereitliegt, wer entscheidet. Die Vielfalt wirkt unübersichtlich, bis du merkst: Alle Konzepte beantworten dieselben drei Fragen. Erstens, wie sehen wir das Kind? Als Baumeister seiner selbst, als Forscher voller eigener Fragen, als nachahmendes Wesen? Zweitens, was tut die Fachkraft? Bereitet sie vor und zieht sich zurück, ist sie Dialogpartnerin, Vorbild, Begleiterin? Und drittens, wie wirken Raum und Material? Der eigentliche Trick ist, dass die drei Antworten zusammenhängen. Wer das Kind für einen kompetenten Forscher hält, kann die Fachkraft schlecht zur Vorturnerin machen. Deshalb genügt oft eine Antwort, um die anderen beiden zu erschließen, auch bei einem Konzept, das du nie gelernt hast. Dazu der Merksatz: Konzepte unterscheiden sich im Bild vom Kind und in der Rolle der Fachkraft. Bei Fröbel ist das Spiel die Bildungsform der Kindheit. Montessori bereitet die Umgebung vor und tritt dann zurück. Reggio sieht das Kind als Forscher mit hundert Sprachen. Korczak achtet seine Rechte. Und den Alltag heutiger Kitas prägen vor allem der Situationsansatz, die Offene Arbeit und für die Jüngsten Emmi Pikler. Entlastend zu wissen: Kaum eine Kita arbeitet in Reinform. Begründetes Mischen ist fachlich anerkannt, solange die Teile zusammenpassen und zu diesen Kindern, diesem Team und diesem Stadtteil passen. Lies also die Konzeption deiner Praxisstelle und suche die Spuren der Konzepte darin. Den vollständigen Artikel mit allen Beispielen und Prüfungsfragen findest du auf erziehero Punkt de.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Ein pädagogisches Konzept bündelt Bild vom Kind, Ziele und Methoden zu einer durchgängigen Handlungslinie.

Drei Fragen erschließen jedes Konzept: Wie sehen wir das Kind? Was tut die Fachkraft? Wie wirken Raum und Material?

Die Klassiker (Fröbel, Montessori, Waldorf, Reggio, Korczak) sind Antworten auf ihre Zeit; die modernen Ansätze (Situationsansatz, Offene Arbeit, Pikler) prägen den Alltag heutiger Kitas.

Kaum eine Kita arbeitet in Reinform. Begründetes Mischen ist fachlich anerkannt, Beliebigkeit nicht.

Prüfungsklassiker ist der begründete Vergleich am Fall, nicht das Aufsagen einzelner Steckbriefe.

Lenas erste Woche in der neuen Praxisstelle: kein Morgenkreis, keine Gruppenräume, das Material steht offen in den Regalen, und morgens verteilen sich die Kinder über das ganze Haus. "Wir arbeiten eben offen", sagt ihre Anleiterin im Vorbeigehen. In Lenas alter Kita hatte jedes Kind seinen Platz am Gruppentisch, und beides hieß Kita. Was ist hier anders, und vor allem: warum?

Was ist ein pädagogisches Konzept?

Ein Konzept ist keine Methodensammlung, sondern ein Gedankengebäude. Es beginnt bei einem Menschenbild und einem Bild vom Kind, und aus dieser Grundannahme folgt alles Weitere: was die Fachkraft tut, wie der Tag gegliedert ist, welches Material bereitliegt, wer entscheidet. Deshalb kannst du ein Konzept nicht wie eine Zutatenliste lernen. Du verstehst es erst, wenn du die Linie vom Menschenbild bis zum Regalbrett nachziehen kannst.

Drei Wörter werden dabei gern durcheinandergeworfen, und die Prüfung fragt genau danach. Ein Ansatz ist eine Grundorientierung, die offen lässt, wie sie im Einzelnen umgesetzt wird; der Situationsansatz und die Offene Arbeit sind solche Ansätze. Ein Konzept ist stärker ausgearbeitet und legt Ziele, Inhalte und Methoden genauer fest, wie bei Montessori oder Waldorf. Die Konzeption wiederum ist das Papier einer einzelnen Einrichtung, in dem sie ihre pädagogische Arbeit beschreibt. In Lehrbüchern und im Kita-Alltag steht "Konzept" trotzdem oft für alles drei, so auch im Titel dieses Artikels.

Wer die Konzepte dahinter kennt, liest so eine Konzeption anders: Aus "wir arbeiten offen" wird eine Kette von Entscheidungen, die man begründen, hinterfragen und im Praxisbesuch erklären kann. Genau darum geht es in der Prüfung.

Drei Fragen, die jedes Konzept beantwortet

Die Vielfalt wirkt unübersichtlich, bis du merkst: Alle Konzepte beantworten dieselben drei Fragen, nur eben verschieden.

Wie sehen wir das Kind? Als kleinen Baumeister, der sich nach innerem Plan entwickelt? Als Forscher voller eigener Fragen? Als nachahmendes Wesen, das Vorbilder braucht? Diese Antwort ist der Motor des ganzen Konzepts.

Was tut die Fachkraft? Bereitet sie vor und zieht sich zurück? Ist sie Dialogpartnerin, Vorbild, Begleiterin? Die Rolle folgt zwingend aus dem Bild vom Kind.

Wie wirken Raum und Material? Geordnete Umgebung mit klarem Aufforderungscharakter, offene Funktionsräume, Naturmaterial, Werkstatt und Atelier? Räume sind gebaute Überzeugungen.

Der eigentliche Trick: Die drei Antworten hängen zusammen. Wer das Kind für einen kompetenten Forscher hält, kann die Fachkraft schlecht zur Vorturnerin machen. Deshalb genügt in der Prüfung oft eine Antwort, um die anderen beiden zu erschließen, auch bei einem Konzept, das du nie gelernt hast.

Welche Klassiker musst du kennen?

Friedrich Fröbel gab dem Kindergarten um 1840 seinen Namen. Schwerer wog die Idee dahinter: Spielen ist keine Pause vom Lernen, sondern die Bildungsform der Kindheit. Dafür entwarf er die Spielgaben. Ball, Kugel und Würfel bauen aufeinander auf. Daran sollen Kinder die Welt buchstäblich begreifen. Wenn heute jemand das Freispiel gegen ein volles Förderprogramm verteidigt, argumentiert er in Fröbels Linie.

Maria Montessori rückte um 1900 das Kind als Baumeister seiner selbst ins Zentrum. Ihr Leitsatz "Hilf mir, es selbst zu tun" ist zugleich eine Rollenbeschreibung: beobachten, die vorbereitete Umgebung gestalten, dann zurücktreten. In der Freien Arbeit wählen Kinder ihr Material selbst und versinken darin; diese tiefe Versunkenheit nannte Montessori Polarisation der Aufmerksamkeit. Das Material ist bei ihr streng geordnet und fehlerkontrolliert, also Freiheit in vorbereiteten Grenzen.

Die Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner antwortet anders: Rhythmus, Wiederholung und Nachahmung tragen den Tag. Feste Tages- und Jahresläufe, naturbelassenes Material, die Fachkraft als nachahmenswertes Vorbild. Fantasie und Sinneserfahrung stehen vor früher Verkopfung. Zur fachlichen Redlichkeit gehört, die weltanschauliche Grundlage zu benennen: die Anthroposophie. Für die Klausur gehört beides zusammen, Beschreibung und kritische Einordnung.

Die Reggio-Pädagogik aus Norditalien sieht das Kind als kompetenten Forscher mit hundert Sprachen. Gemeint sind unzählige Ausdrucksformen. Projekte wachsen aus den Fragen der Kinder, die Bildungsdokumentation macht ihr Denken sichtbar, und der Raum wirkt als dritter Erzieher. Montessoris Material sagt dem Kind selbst, ob etwas passt. In Reggio ist es umgekehrt: Ton, Farbe, Licht und gesammelte Fundstücke geben nichts vor. Was daraus wird, entscheidet das Kind.

Janusz Korczak schließlich sah im Kind einen vollwertigen Menschen. Seine Pädagogik der Achtung spricht ihm eigene Rechte zu, heute und nicht erst als Erwachsenem. Das ist weniger Methode als Haltung. Ohne sie bleibt Partizipation in der Kita eine Geste.

Die Geschichte dahinter

Der Kindergarten war einmal verboten. Am 23. August 1851 stand im preußischen Staatsanzeiger, Einrichtungen nach Fröbels Ideen förderten "zerstörende Tendenzen auf dem Gebiet der Religion und Politik". Dahinter stand die Reaktion nach der gescheiterten Revolution von 1848, die in Kinderspielen Sozialismus und Atheismus witterte. Ausgelöst hat das Verbot vermutlich eine Verwechslung: Kultusminister von Raumer las eine Schrift von Karl Fröbel und verbot daraufhin die Kindergärten von dessen Onkel Friedrich. Absurd war der Vorwurf besonders deshalb, weil Fröbels Pädagogik religiös begründet ist. Er legte dem Ministerium seine christliche Erziehungsauffassung dar, ohne Erfolg. Im Jahr darauf starb er. Aufgehoben wurde es erst am 17. April 1860. Dafür hatte die Baronin Bertha von Marenholtz-Bülow jahrelang geworben, am preußischen Hof ebenso wie mit Kindergartengründungen in England, Frankreich und Italien.

Welche Konzepte prägen die Kitas heute?

Der Situationsansatz ist der einflussreichste deutsche Ansatz der Gegenwart. Bildung entsteht in ihm aus den realen Lebenssituationen der Kinder, nicht aus einem fertigen Programm: Das Team erschließt Schlüsselsituationen und plant von dort aus. Verwechslungsgefahr besteht mit dem situationsorientierten Ansatz, den Armin Krenz Mitte der achtziger Jahre in kritischer Auseinandersetzung damit entwickelte. Die Namen ähneln sich, die Zeitrichtung nicht. Der Situationsansatz blickt nach vorn und bereitet Kinder an Schlüsselsituationen auf ihr künftiges Leben vor. Der situationsorientierte Ansatz blickt zurück. Er nimmt die Erlebnisse eines Kindes zum Ausgangspunkt, seine Ängste und Freuden, und gibt ihm Raum, sie zu verarbeiten.

Die Offene Arbeit beantwortet die Raumfrage am radikalsten. Feste Gruppenräume verschwinden, an ihre Stelle treten Funktionsräume: Atelier, Bauraum, Rollenspielbereich. Kinder entscheiden selbst, wo sie tätig werden, mit wem und wie lange. Das ist genau die Kita, in der Lena gelandet ist. Getragen wird das von verlässlichen Bezugspersonen, klaren Absprachen im Team und genauem Hinschauen. Wo diese Arbeit stimmt, erleben Kinder ein Höchstmaß an Selbstbestimmung.

Für die Arbeit mit den Jüngsten ist Emmi Pikler der Bezugspunkt. Wickeln und Füttern sind bei ihr keine Nebentätigkeit. Sie sind ungeteilte Beziehungszeit, und genau das meint beziehungsvolle Pflege. Die freie Bewegungsentwicklung traut Kindern zu, jede Stufe von selbst zu erreichen. Wer noch nicht sitzt, wird deshalb auch nicht hingesetzt. Erst wenn ein Kind eine Haltung allein einnehmen und wieder verlassen kann, ist es so weit. Das schützt es davor, in einer Lage festzustecken, aus der es nicht herauskommt.

Drei jüngere Ansätze setzen jeweils an einer Stelle nach. Early Excellence richtet den Blick konsequent auf die Stärken jedes Kindes und bezieht Eltern als Expert:innen ein. Das infans-Konzept übersetzt beobachtete Themen der Kinder systematisch in Bildungsangebote und macht damit aus Beobachtung Planung. Die Waldpädagogik macht die Natur selbst zum Raum und beantwortet die dritte Frage damit auf ihre Weise.

Wie vergleichst du Konzepte in der Prüfung?

Mit demselben Kompass, Dimension für Dimension. Nimm die drei Fragen als Gliederung und beantworte sie für beide Konzepte nacheinander, nicht erst das eine ganz und dann das andere ganz. Genau daran scheitern die meisten Vergleichsaufgaben.

Ein Beispiel. Montessori und Situationsansatz teilen den Respekt vor der Selbsttätigkeit des Kindes; beide sehen ein aktives, kompetentes Kind und beide setzen auf Selbstbildung. Sie unterscheiden sich im Ausgangspunkt: Montessori strukturiert die Umgebung vor und vertraut dem Material, der Situationsansatz startet bei den Lebensfragen der Kinder und plant von dort. Entsprechend verschieden ist die Rolle: hier die vorbereitende Beobachterin, dort die ko-konstruierende Partnerin im gemeinsamen Erschließen.

Zwei Formulierungen tragen fast jede Vergleichsantwort: "Beide gehen davon aus, dass …" und "Sie unterscheiden sich darin, dass …". Wer so schreibt, zeigt die Denkleistung, die Vergleichsaufgaben belohnen.

Genauer hingeschaut

In jedem Konzept steckt seine Entstehungszeit, und von jedem trägt nur ein Teil bis heute. Hinter Fröbels Spielgaben steht eine romantische Weltdeutung: Kugel und Würfel sollten die göttliche Ordnung der Welt abbilden. Diesen Überbau lehrt niemand mehr, seine Einsicht über das Spiel dagegen schon. Montessori entwickelte ihr Material in der Arbeit mit Kindern mit Behinderung und erprobte es ab 1907 im Armenviertel San Lorenzo in Rom. Ihre sensiblen Phasen sind nur zum Teil bestätigt. Für Sehen und Sprache sind solche Zeitfenster belegt, für die übrige Liste nicht. Ihr Blick auf die Selbsttätigkeit des Kindes ist geblieben. Korczak gab den Kindern in seinem Warschauer Waisenhaus ab 1912 ein eigenes Parlament und ein Kindergericht, lange bevor Kinderrechte in einer UN-Konvention standen. Du lernst also nie nur die Idee, sondern immer auch ihre Zeit. Die Kunst ist zu unterscheiden, was davon trägt.

Ein Vergleich fehlt allerdings fast völlig: der nach Wirksamkeit. Belastbare Studien, die Konzept gegen Konzept stellen, gibt es kaum. Die Qualitätsforschung schaut ohnehin woanders hin. Sie misst die Prozessqualität, also das, was in der täglichen Interaktion tatsächlich passiert. Die große deutsche Untersuchung dazu heißt NUBBEK. Sie fand über achtzig Prozent der Einrichtungen im Mittelfeld, quer durch alle Betreuungsformen. Gute Qualität war die Ausnahme. Ein Konzeptname ist also ein Versprechen, keine Garantie. Was er wert ist, entscheidet sich im Alltag.

Wie findest du dich zwischen den Konzepten zurecht?

Entlastend zu wissen: Kaum eine Kita arbeitet in Reinform. Die meisten verbinden Elemente mehrerer Konzepte; dieses begründete Auswählen heißt Eklektizismus und ist kein Makel, solange die Teile zusammenpassen. Entscheidend ist die pädagogische Passung: Passt das Konzept zu diesen Kindern, diesem Team, diesem Stadtteil? Ein Waldkindergarten in der Innenstadt ohne Wald bleibt eine schöne Idee.

Für dich heißt das: Lies die Konzeption deiner Praxisstelle und suche die Konzeptspuren darin. Frag im Team, warum es den Morgenkreis gibt oder warum die Räume so eingerichtet sind. Die Antworten sind selten Zitate aus Lehrbüchern, aber fast immer die gelebte Fassung eines Konzepts. So wird aus Prüfungswissen ein Werkzeug, mit dem du Praxis lesen kannst. Und Lena aus der ersten Woche versteht am Ende nicht nur, dass ihre Kita offen arbeitet, sondern warum.

Alle Konzepte aus diesem Überblick übst du in der ErzieHero-App in kurzen Lektionen, mit Wiederholung genau dann, wenn du sie zu vergessen drohst.

So fragt es die Prüfung

Erst selbst beantworten, dann Lösung aufklappen.

Nenne drei pädagogische Konzepte und zu jedem ein zentrales Merkmal. Lösung

Darauf kommt es an: Konzept und Merkmal müssen wirklich zusammengehören. Sichere Paare sind Montessori und die vorbereitete Umgebung samt "Hilf mir, es selbst zu tun", Reggio und der Raum als dritter Erzieher, Fröbel und die Spielgaben, der Situationsansatz und das Lernen an realen Lebenssituationen. Häufiger Fehler: Merkmale zu vertauschen, etwa die Funktionsräume der Offenen Arbeit Montessori zuzuschreiben. Ein Merkmal pro Konzept reicht, wenn es das richtige ist.

Vergleiche die Montessori-Pädagogik und den Situationsansatz im Hinblick auf das Bild vom Kind und die Rolle der Fachkraft. Lösung

Eine gute Antwort nutzt die Dimensionen als Gliederung. Bild vom Kind: Beide sehen ein aktives, kompetentes Kind; Montessori betont den inneren Bauplan und die Selbsttätigkeit am Material, der Situationsansatz das Kind als Akteur seiner realen Lebenswelt. Rolle der Fachkraft: Bei Montessori bereitet sie die Umgebung vor, beobachtet und hält sich zurück; im Situationsansatz erschließt sie mit den Kindern Schlüsselsituationen und plant daraus. Die häufigste Fehlvorstellung: den Vergleich mit zwei getrennten Steckbriefen zu verwechseln. Punkte bringt das ausdrückliche Gegenüberstellen.

Beurteile die Aussage: "Eine gute Kita entscheidet sich für ein Konzept und setzt es in Reinform um." Lösung

Die Aussage greift zu kurz. Für ein durchgängiges Konzept sprechen Klarheit und ein stimmiges Gesamtbild. Dagegen spricht, dass Konzepte zu konkreten Kindern, Teams und Sozialräumen passen müssen. Begründeter Eklektizismus ist fachlich anerkannt, solange die Elemente zusammenpassen und in der Konzeption begründet sind. Die eigentliche Schwäche wäre Beliebigkeit ohne roten Faden. Eine gute Antwort wägt also ab und landet nicht bei Reinform gegen Beliebigkeit, sondern bei begründeter Passung als Qualitätsmaßstab.

Quellen und zum Weiterlesen

  • Knauf, Tassilo, Düx, Gislinde und Schlüter, Daniela (2007): Handbuch pädagogische Ansätze. Cornelsen Scriptor.
  • Krenz, Armin (2005): Der "Situationsorientierte Ansatz" im Kindergarten. Grundlagen und Praxis. 17. Auflage. Herder.
  • Jaszus, Rainer et al. (2020): Sozialpädagogische Lernfelder für Erzieherinnen und Erzieher. Holland + Josenhans.
  • Gartinger, Silvia und Janssen, Rolf (Hrsg.) (2020): Erzieherinnen + Erzieher, Band 2: Sozialpädagogische Bildungsarbeit professionell gestalten. Cornelsen.
  • Tietze, Wolfgang et al. (Hrsg.) (2013): NUBBEK. Nationale Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit. Verlag das netz.
  • Textor, Martin R.: Das Kita-Handbuch, Rubrik pädagogische Ansätze, frei zugänglich unter kindergartenpaedagogik.de.

Konsens sind die Kernmerkmale der einzelnen Konzepte und der Vergleich über Bild vom Kind, Rolle der Fachkraft sowie Raum und Material. Diskutiert werden die weltanschaulichen Grundlagen einzelner Ansätze und die Frage, wie viel Konzeptmischung eine Einrichtung verträgt.

So zitierst du diesen Beitrag

Frischmuth, T. (2026): Pädagogische Konzepte in der Kita: der Überblick. In: ErzieHero-Magazin. Online unter: https://erziehero.de/magazin/paedagogische-konzepte-kita (Zugriff am TT.MM.JJJJ).

Wie dieser Text entstanden ist →

Stand: 03.09.2026

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Tom

Tagsüber Kita, abends ErzieHero. Tom entwickelt die App, pflegt die Lerninhalte und schreibt hier im Magazin. Fachlich abgeglichen mit dem, was in der Ausbildung wirklich drankommt.

Stand: September 2026 · Beiträge werden jährlich geprüft und aktualisiert.

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